Hilfe

Abed. Abed der im August vergangenen Jahres eine Mail schrieb, er wolle Deutsch lernen. Asap. As. Soon. As. Possible. Seinetwegen haben ein paar Leute eine Deutschrunde organisiert. Mit ihm kamen zwanzig und mehr, die Deutsch lernen wollten. 

Abed. Der seinen Fingerabdruck an der ungarischen Grenze gelassen hatte auf der Flucht, darf trotzdem bleiben in Deutschland. Das war die erste gute Nachricht. Vor einem Monat. 

Abed erzählt nun – auf Deutsch – dass er gehen will. Den Platz für den nächsten Deutschkurs, den habe er schon. In einem Städtchen im Westen Deutschlands. Einen Freund dort auch. Und in der Fabrik von dessen Vater einen Job. Die zweite gute Nachricht. 

„Ich darf aber nicht gehen“, sagt er. Warum. Die Sozialarbeiterin, sagt er. Sie sagte, sie habe ihm so viel geholfen. So viel getan für ihn. Sie habe gesagt, deshalb müsse er bleiben. 

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